Lilian (14) hat bei uns ein zweiwöchiges Schülerpraktikum absolviert. Wie ihre Eindrücke während dieser Zeit waren und was sie alles erlebt hat, darüber berichtet Lilian in der nachfolgenden Zusammenfassung.

 

Mein Schülerpraktikum bei nobeo

Hallo, ich bin Lilian und möchte euch ein wenig über mein 2-wöchiges Schülerpraktikum bei den nobeo Studios in Hürth berichten.

In diesen 2 Wochen habe ich sehr viele spannende Dinge gesehen und viele neue Menschen kennengelernt. Trotz der besonderen Umstände momentan, konnte ich mein Praktikum ganz normal absolvieren. Um alle zu schützen, müssen natürlich wichtige Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren, Abstand halten, Räume regelmäßig lüften, Masken tragen usw., eingehalten werden.

An meinem ersten Tag wurde mir erstmal das ganze Gelände gezeigt. Ich muss schon sagen – am Anfang hatte ich ein paar Orientierungsschwierigkeiten, die gingen aber mit der Zeit verloren. Ich war während des ganzen Praktikums unter anderem im Lager, in der Postproduktion, in der Bildregie, in der Tontechnik, in der Werkstatt und in der Verwaltung.

Im Lager wird das ganze Equipment für die Produktionen, wie z.B. Kabel, Kameras etc., aufbewahrt. Mir wurde das ganze Equipment gezeigt und erklärt. Ich durfte Glühbirnen einsortieren und habe somit viel über die Beleuchtung eines Studios gelernt.
In der Postproduktion wird das bereits aufgezeichnete Filmmaterial geschnitten und bearbeitet. Dort habe ich gesehen, wie Bild und Ton synchronisiert werden und wie man Tonspuren schneidet (am Beispiel: „Take Me Out“ / UFA Show & Factual GmbH und „Ninja Warrior Germany“ / RTL Studios GmbH). Ich finde das war einer der interessantesten Parts während meines Praktikums, da man sich als Mensch, der damit nichts am Hut hat, gar nicht vorstellen kann, wie viel geschnitten und bearbeitet werden muss, bis man die fertige Sendung im TV sehen kann.

Einer der spannendsten Tage war bei mir in der Bildregie und Tontechnik. In der Bildregie wurden an dem Tag, als ich da war, Vorbereitungen für eine Live-Sendung („Darf er das? – Die Chris Tall Show“ / Constantin Entertainment GmbH) getroffen. Kameraperspektiven wurden eingestellt, letzte Proben wurden gemacht und vieles mehr. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen einer Live-Sendung und einer Aufzeichnung. Eine Live-Sendung wird, wie der Name schon sagt, Live aus dem Studio auf unsere Fernseher übertragen und bei einer Aufzeichnung hingegen können Szenen wiederholt und geschnitten werden, da diese Sendung erst später ausgestrahlt wird.
In der Bildregie sitzt der Bildingenieur, welcher dafür sorgt, dass alle Signale dahin gehen, wo sie hinsollen. Außerdem sitzen dort Bildtechniker, die für die Aufnahme der Sendung, für die Kameras und für das Bild zuständig sind. Ab und zu sitzt auch der Funktechniker in der Bildregie, der für die Funkstrecken verantwortlich ist.

In der Tontechnik war ich während einer Aufzeichnung einer Sendung („Wer wird Millionär?“ / Endemol Shine Germany) dabei. Im Studio wurde mir gezeigt, wie die Mikrofone funktionieren, mit denen die Personen verkabelt werden. Am Mischpult werden zum Beispiel Telefon Geräusche eingespielt und zeitlich angepasst. Es war sehr interessant zu sehen, wie solche Kulissen von „hinten“ aussehen.

Einen anderen Tag lang war ich in der Werkstatt unterwegs. In der Werkstatt wird kaputtes Equipment repariert und neu aufbereitet. Mir wurde gezeigt, wie man mit einem Lötkolben umgeht. Nachdem ich den Dreh dann raushatte, durfte ich ein wenig löten, was total viel Spaß gemacht hat.  

An einem meiner letzten Tage war ich in der Verwaltung. Dort wird sich um alles Organisatorische rund um die Produktionen und das Gelände gekümmert. In der Verwaltung sitzt auch die Geschäftsleitung, die Personalabteilung, die Buchhaltung, das Marketing, die Informatikabteilung und die Projektleitung. Am Eingang befindet sich der Empfang, an dem man sich anmeldet.

Die Projektleitung besorgt wichtige Gegenstände, die gerade dringend für eine Sendung gebraucht werden, wie zum Beispiel Möbel, Desinfektionsspender aufstellen. Außerdem werden zum Beispiel Räume aufgeschlossen und die Klimaanlage eingeschaltet. Also läuft eine Produktion im Grunde so ab: als erstes muss natürlich alles geplant und organisiert werden. Wenn das getan ist, wird sich um den Aufbau der Kulisse gekümmert. Es werden zum Beispiel Kamera- und Lichtperspektiven eingestellt. Dann wird alles noch einmal durchgegangen und geprobt. Nun kann es los gehen!

Mein Fazit: Es war mega spannend und interessant mal hinter die Kulissen einer TV-Produktion gucken zu dürfen. So etwas spannendes habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Ich habe während des Praktikums so viele liebe Menschen kennengelernt und viele neue Dinge dazu gelernt. 🙂

Lilian’s Galerie: